Allianz fuer den freien Sonntag https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/ Sonntag - ein Geschenk des Himmels Mon, 28 Nov 2022 09:14:18 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.1 https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/wp-content/uploads/2020/10/cropped-Icon-Sonntagsallianz-32x32.jpg Allianz fuer den freien Sonntag https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/ 32 32 Warenhäuser haben Zukunft — Verdi fordert Investitionen https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/warenhaeuser-haben-zukunft-verdi-fordert-investitionen/ Mon, 28 Nov 2022 09:06:10 +0000 https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/?p=3742 Beschäftigte als Stadtgestalter

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Foto: Journalistenrat

 

 

Warenhäuser haben Zukunft

Verdi fordert Investitionen

Sonntagsallianz 28.11.2022 — Was wird aus Galeria-Karstadt-Kaufhof? Der Warenhauskonzern steht nach dem Antrag eines Schutzschirmverfahrens vor einer erneuten Sanierung. Diese sollte wegweisend sein, die Innenstädte auch künftig mit Besuchern zu beleben.

Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger hat vor einer Schließung von Kaufhäusern gewarnt. “Die bestehenden Standorte wurden als Kern eines Übelebenskonzepts bereits herausgearbeitet”, erklärte Nutzenberger gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Kauf- und Warenhäuser hätten Zukunft, allerdings seien Investitionen in die Standorte notwendig, der Ausbau der Digitalisierung ebenso wie von Dienstleistungen. Das Konzern- Management habe die Erkenntnisse einer Zukunftsbefragung unter 5000 Beschäftigten einfach brachliegen lassen. Darin wird gefordert, die Spielräume der lokal Verantwortlichen zu erweitern, weil gerade die regionalen Gegebenheiten stärker beachtet werden müßten. Es sei wichtig, daß die Verantwortlichen auch mit Poltik und Verwaltung vor Ort sprächen, um Innenstädte als Marktplätze für Ideen und Austausch zu erhalten.

 

 

 

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Wir informieren Sie regelmäßig über Aktionen, Kampagnen und Meinungen zum Thema Sontagsschutz. Hier finden Sie unsere letzten Pressemeldungen sowie weiterführende Materialien zum Download.

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Der November-Impuls: Licht in düsteren Zeiten — Freiräume für Resilienz https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/der-november-impuls-licht-in-duesteren-zeiten-freiraeume-fuer-resilienz/ Tue, 01 Nov 2022 14:47:41 +0000 https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/?p=3705 Sonntag ist jetzt amtliches Kulturgut

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Jeden Sonntag eine kleine Erleuchtung

 

Der November-Impuls

Licht in düsteren Zeiten

Der arbeitsfreie Sonntag schafft Freiräume für kulturelle Resilienz

von Dr. Ralf Stroh

Als hätte nicht schon die COVID-19 Pandemie das private und öffentliche Leben über die Maßen beansprucht und erschwert, kommen seit dem Frühjahr dieses Jahres auch noch die Folgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine hinzu. Finanzielle Sorgen und existenzielle Unsicherheit prägen das Leben bis weit in die Mittelschichten hinein. Und je länger all dies dauert, umso stärker wird spürbar, dass es gerade die ganz alltäglichen Freuden sind, die das Fundament persönlicher wie gemeinschaftlicher Lebenstüchtigkeit sind: das spontane Treffen mit Freunden und Bekannten, der gesellige Austausch im Verein, das gemeinsame Musizieren im Chor oder der Wettbewerb im Sport. Die Lockerungen, die es in diesen Bereichen des kulturellen Lebens inzwischen gibt, werden aktuell allerdings mehr als aufgezehrt durch die Frage, ob es für solche Aktivitäten in den Wintermonaten überhaupt noch beheizbare Räume gibt oder ob die explodierenden Heizkosten all das unmöglich machen.

Man könnte solche Fragen für Luxusprobleme halten angesichts der Nöte, unter denen die einzelnen Haushalte und Unternehmen zu leiden haben. Aber dass deren Widerstandkraft entscheidend davon abhängt, dass sie eingebettet sind in eine sie umgreifende und tragende Kultur mit all ihren vielfältigen Facetten, macht ein Dokument der UNESCO deutlich.

Untersucht wurde von der UNESCO die Bedeutung von kulturellen Traditionen – auch „lebendiges Erbe“ oder „immaterielles Kulturerbe“ genannt – für die Bewältigung der Herausforderungen durch die COVID-19 Pandemie. Der Bericht stammt zwar aus dem Mai 2021, aber seine Ergebnisse sind zweifellos auch in diesem Winter unvermindert aktuell.

Der „Klappentext“ der Publikation fasst deren Inhalt knapp zusammen:

Die COVID-19-Pandemie hat das Leben von Gemeinschaften auf der ganzen Welt beeinträchtigt und dabei deutlich gemacht, wie wichtig es für die Menschen ist, ihr lebendiges Erbe weiterhin ausüben zu können. In diesem Bericht werden die Ergebnisse einer im April 2020 gestarteten Umfrage vorgestellt, in deren Rahmen 236 Erfahrungsberichte aus 78 Ländern gesammelt wurden, um besser zu verstehen, wie die Menschen ihr lebendiges Erbe während der Pandemie erlebt haben. Für viele wurde die Weiterführung ihres lebendigen Erbes zu einem wichtigen Faktor, um den Druck, der durch die Pandemie auf ihnen lastete, zu mildern“ (Kulturbericht Lebendiges Erbe in Zeiten von Covid-19, Mai 2021, Deutsche UNESCO-Kommission 2021, Rückseite der Publikation).

Der Text der UNESCO macht deutlich, dass kulturelle Traditionen kein Luxusgut des menschlichen Zusammenlebens sind, das erst dann zum Thema wird, sobald die wirtschaftlichen Herausforderungen bewältigt sind. Ganz im Gegenteil ist die Leistungskraft des menschlichen Wirtschaftens abhängig davon, dass die dazu nötigen Kräfte durch inspirierende und orientierende kulturelle Traditionen gestärkt und allererst zur Verfügung gestellt werden.

Im Bericht der UNESCO heißt es dazu:

Dies zeigt, (…) dass die Ausübung des lebendigen Erbes selbst für viele Menschen zu einem wichtigen Mittel der Resilienz wurde und ihnen half, die sozialen und psychologischen Herausforderungen zu bewältigen, mit denen sie durch die Pandemie konfrontiert waren. (…) Insgesamt haben die Pandemie und die daraus resultierenden Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens die anhaltende Bedeutung und Relevanz des immateriellen Kulturerbes für die Bewältigung einiger der dringendsten und komplexesten Herausforderungen unserer Zeit noch verstärkt“ (a.a.O., S. 4f).

Wie vielfältig und höchst unterschiedlich das „lebendige Erbe“ ist, das die ganz besondere Färbung und Tönung des Zusammenlebens in unserem Land mit prägt, zeigt ein Blick auf die Liste des immateriellen Kulturerbes in Deutschland. Ohne die zahlreichen in dieser Liste aufgeführten handwerklichen Traditionen finden sich in ihr etwa die folgenden Beispiele:

Choralsingen, Chormusik in deutschen Amateurchören, Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft, Friedhofskultur in Deutschland, Gemeinwohlorientierte Sportvereinskultur, Idee und Praxis der Kunstvereine, Instrumentales Laien- und Amateurmusizieren, Märchenerzählen, Niederdeutsches Theater, Oberpfälzer Zoiglkultur, Orgelbau und Orgelmusik, Ostfriesische Teekultur, Papiertheater, Posaunenchöre, Regionale Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland, Rheinischer Karneval mit all seinen lokalen Varianten, Ringreiten, Sächsische Knabenchöre, Schützenwesen in Deutschland, Schwäbisch-Alemannische Fastnacht, Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung, Skat spielen, Volkstanzbewegung in ihren regionalen Ausprägungen in Deutschland, Weinkultur in Deutschland, Weitergabe von Wissen und Können im Brieftaubenwesen.

Ohne Zweifel fehlen in dieser Liste zahlreiche kulturellen Traditionen, die inzwischen durch Migration bei uns heimisch geworden sind, deutlich in das allgemeine Zusammenleben ausstrahlen und die aufgeführten Traditionen nicht unwesentlich mit beeinflussen und im Fluss halten – und umgekehrt.

Sie alle machen das Leben lebenswert und können gleichzeitig in ihrer Bedeutung gar nicht in finanziellen Kategorien bemessen werden. Sie sind unbezahlbar.

Ihren Wert erweisen sie im Erleben. Man muss an ihnen teilhaben, mitmachen, mittun – sie sind keine Museumsstücke, die man nur betrachtet.

Dazu braucht es Zeit – und zwar gemeinsame Zeit. Ohne solch gemeinsame Zeit verkümmern sie. Und mit ihnen die Ressourcen, deren Bedeutung und Unersetzlichkeit der UNESCO-Bericht für die Bewältigung gesellschaftlicher Krisen wie für die Zukunftsfähigkeit einer jeden Gesellschaft so deutlich hervorgehoben hat:

Nach den Aussagen in der Umfrage (…) spielte und spielt das lebendige Erbe eine zentrale Rolle bei der Unterstützung einer nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Ausrichtung von Gemeinschaften. In vielen Antworten wurde hervorgehoben, wie die Gemeinschaften auf ihr lebendiges Erbe als Quelle für gemeinschaftliche Solidarität, Gegenseitigkeit und Widerstandsfähigkeit zurückgriffen. Diese Werte waren ausschlaggebend dafür, dass die Gemeinschaften die Krise besser bewältigen konnten, sie sind aber auch ganz allgemein ein wichtiges Instrument zur Überwindung von Hindernissen für eine nachhaltige Entwicklung“ (S. 4f.).

Was in der Liste des immateriellen Kulturerbes in Deutschland fehlt, ist der arbeitsfreie Sonntag. Glaubt man der für die Aufnahme in die Liste des immateriellen Kulturerbes zuständigen Kommission fehlt der arbeitsfreie Sonntag allerdings nicht deswegen, weil er hierfür zu unwichtig wäre.

Ganz im Gegenteil ist der arbeitsfreie Sonntag für die zuständige Kommission eine unverzichtbare Voraussetzung für all die einzelnen kulturellen Traditionen, die in die Liste aufgenommen wurden. Als Antwort auf den Antrag der Bundesallianz für den freien Sonntag in die Liste des immateriellen Kulturerbes erhielt die Allianz nämlich folgende Antwort:

Im Hinblick auf die Anerkennung als Immaterielles Kulturerbe teilt die Jury allerdings die Auffassung, die auch innerhalb der Trägergruppe der Kulturform diskutiert und im Bewerbungsformular dargelegt wurde: Beim ‚Arbeitsfreien Sonntag‘ handelt es sich zuvorderst um eine religiöse und rechtliche Regel, die als eine wesentliche Rahmenbedingung die Ausübung kultureller Ausdrucksformen allererst ermöglicht“ (Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Schreiben vom 16. April 2020).

Der arbeitsfreie Sonntag ist eine kulturelle Tradition „höherer Ordnung“, ohne die es die bunte Vielfalt unseres kulturellen Lebens kaum geben würde. Das ist jetzt amtlich festgestellt.

Mit dem arbeitsfreien Sonntag gibt es Licht am Ende des Tunnels. Ohne ihn geht dagegen bald das Licht aus.

Der Autor ist theologischer Referent für Wirtschafts- und Sozialethik am Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau

 

 

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Innenstadt geht — ohne Sonntagsöffnung https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/innenstadt-geht-ohne-sonntagsoeffnung/ Mon, 03 Oct 2022 15:17:40 +0000 https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/?p=3695 IHK´s denken um

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Foto: Der Journalistenrat/Peter Kolakowski

 

 

Innenstadt geht — auch ohne Sonntagsöffnung

IHK´s denken um

 

Sonntagsallianz 03.10.2022 — Nachdem die Wirtschaftsverbände jahrelang Stimmung gegen den Sonntag gemacht haben, konzentrieren sie sich nun auf nachhaltigere Themen. Hierzu gehört vor allem, die Innenstädte zu Sozialräumen umzubauen.

IHK Köln hat die Zeichen der Zeit erkannt

“Es ist ein grundlegender, struktureller Wandel notwendig, um „Stadt als Lebensraum” nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten, der Einzelhandel verliert zunehmend die Rolle als Zugpferd für Frequenz” resümiert die IHK Köln. Und: Dem öffentlichen Raum fehle es oft an Aufenthaltsqualität. Mit einem umfangreichen Massnahmenpaket für lebendige Innenstädte will die Wirtschaft die Städte zu mehr nachhaltiger Stadtplanung bewegen — und weg vom reinen Konsumraum. Gefragt sind stattdessen eine Nutzungsmischung für Bürger, Handel, Kultur und Freizeit. Dass Geschäfte allein wie auch Sonntagsöffnungen kein Magnet sind, um Menschen dauerhaft in die Innenstädte zu locken, haben Stadtplaner freilich schon vor längerer Zeit vorhergesagt.

Die aktuellen Forderungen der IHK Köln:

Es braucht eine gemeinsame Vision von Politik und relevanten Akteuren in der jeweiligen Stadt, um attraktive, multifunktionale Räume mit breiter Nutzungsmischung zu erhalten. Es braucht einen flexibleren Ordnungsrahmen für innovative Konzepte und Geschäftsmodelle.

Die Stadtentwicklungs‑, Einzelhandels- und Mobilitätskonzepte müssen zukunftsfähig angepasst und überarbeitet werden.

Es braucht eine für alle Anspruchsgruppen gut erreichbare Innenstadt.

Zielkonflikte müssen ganzheitlich aufgelöst und Betroffene zu Beteiligten gemacht werden.

Die Sonntagsallianz nimmt die IHK beim Wort! Positiv ist zu vermerken, daß vom Sonntagsverkauf keine Rede mehr ist.

Mehr Informationen über die IHK-Initiative  finden Sie hier:

 

 

 

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Bürger wollen nachhaltiger Leben — Konsumbarometer veröffentlicht https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/buerger-wollen-nachhaltiger-leben-konsumbarometer-veroeffentlicht/ Thu, 29 Sep 2022 10:37:11 +0000 https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/?p=3684 Wieviel Energie spart der Sonntag?

Der Beitrag Bürger wollen nachhaltiger Leben — Konsumbarometer veröffentlicht erschien zuerst auf Allianz fuer den freien Sonntag.

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Foto: KAB

 

 

 

Bürger wollen nachhaltiger leben

Konsumbarometer veröffentlicht

 

Sonntagsallianz 29.09.22 — Nachhaltigkeit ist dem Großteil der Konsument:innen in Deutschland, der Schweiz, Italien und Großbritannien wichtig und im privaten Alltag präsent. Für 29 Prozent ist Nachhaltigkeit sogar ein sehr wichtiges Thema. Grund genug, sich einige Detailaspekte rund um Nachhaltigkeit, nachhaltigen Konsum und auch die zugehörige Unternehmenskommunikation genauer anzuschauen. Das hat das Institut für Handelsforschung getan und die Ergebnisse jetzt veröffentlicht.

Nachhaltiges Leben als Hilfe für kommende Generationen – und auch für sich selbst

Die Gründe für eine Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit sind vielfältig. In der Befragung stachen zwei Aspekte jedoch besonders hervor: Zum einen der Wunsch, eine bessere Klimabilanz für kommende Generationen zu schaffen bzw. zu erhalten (54 %) sowie zum anderen auch die eigene Gesundheit bestmöglich zu schützen (53 %).

Der Sonntag als Kaufpause und Leitbild für mehr nachhaltigen, bedachten Konsum

Keine Frage: was nicht konsumiert (und produziert) wird, belastet die Umwelt am wenigsten. Diese ökologische Binsenweisheit, die auch vom Umweltbundesamt immer wieder hervorgehoben wird, läuft gleichwohl der kapitalistischen Produktionsmaschinerie zuwider. Im Zuge der derzeitigen Energiekrise stellt sich allerdings die Frage, allein welche Resourcen an Öl und Gas durch das sonntägliche Verkaufsverbot eingespart werden. Eine detaillierte Untersuchung, beispielsweise wielviel Energie an Sonntagen gespart wird, gibt es bislang jedoch nicht.

Alle Ergenbnisse der Befragung finden Sie hier

 

 

 

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Grüne für mehr Sonntagsverkauf — NRW Wirtschaftsministerin häutet sich https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/gruene-bereiten-rechtsbruch-vor-nrw-wirtschaftsministerin-haeutet-sich/ Thu, 29 Sep 2022 08:54:52 +0000 https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/?p=3673 Abschied vom Nachhaltigkeitsversprechen

Der Beitrag Grüne für mehr Sonntagsverkauf — NRW Wirtschaftsministerin häutet sich erschien zuerst auf Allianz fuer den freien Sonntag.

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Foto: NRW Wirtschaftsministerium

 

 

 

Grüne für mehr Sonntagsverkauf

NRW Wirtschaftsministerin häutet sich

Sonntagsallianz 29.9.22 – Wie ernst und seriös es politische Parteien mit ihren Forderungen meinen, zeigt sich stets bei einem Wechsel von der Oopposition in die Regierungsverantwortung. Aktuellster „Umfaller-Fall“: Die Grünen in NRW.

Wer als Verfechter des freien Sonntags geglaubt hatte, es könnte nach der Verabschiedung des sogenannten „Entfesselungspaktes“ in NRW durch die damalige CDU/FDP Landesregierung nicht schlimmer kommen, irrt. Der seinerzeitige FDP Wirtschaftsminister Pinkwarth wollte der Erweiterung des Sonntagsverkaufs Tür und Tor öffnen. Eine rechtswidrige politische Entscheidung, urteilte das Oberverwaltungsgericht Münster und wies die Regierung in die Schranken. Nun bereitet die jetzt amtierende Wirtschaftsministerin Nora Neubaur von den Grünen offenbar einen neuen Anlauf vor, den Sonntagsverkauf durch die Hintertür zu erlauben, damit möglicherweise Rechtsbruch in Kauf zu nehmen und sich über höchstrichterliche Urteile hinwegzusetzen. Sie verabschiedet sich damit gleichzeitig von den ureigensten Zielen der Grünen für nachhaltigeres Wirtschaften.

Weniger Konsum und mehr Nachhaltigkeit war gestern

Neubaur hatte erklärt: “Unsere Innenstädte haben noch mit den Folgen der Corona-Pandemie und neu an der Kaufzurückhaltung der Menschen zu kämpfen. Verkaufsoffene Sonntage sind dabei einer der Bausteine für lebendige Innenstädte, insbesondere wenn bei Festen oder Märkten auch Kultur Platz findet„ verkaufs­offene Sonntage als Bausteine für lebendige Innenstädte“ zu nutzen. Ein Trugschluss, kritisiert Konrad Nagel-Strotmann, Vorsitzender der KAB-Landesarbeitsgemeinschaft in Nordrhein-Westfalen. Grünes Licht für die Ausweitung des Sonn- und Feiertagsverkaufs seien bei steigender Armut zynisch! „Innenstädte werden nicht durch ständigen Konsum belebt, im Gegenteil: Die völlige Ausrichtung der Innenstädte auf Handel und Konsum hat dort die Mieten für Ladenlokale explodieren lassen und unzählige Ladenbesitzer zur Aufgabe ihrer Geschäfte oder sogar in den Ruin getrieben. Innenstädte werden nicht lebendig durch das Einkaufsverhalten derer, die es sich leisten können, bei gleichzeitigem Ausschluss aller Menschen, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen.”

Missachtung von Gesetz und Rechtssprechung

Mit ihren Überlegungen stelle die Ministerin das Grundgesetz auf den Kopf. Denn Ladenöffnungen seien an Sonn- und Feiertagen nur erlaubt, wenn sie als Ergänzung zu einer deutlichen größeren, traditionellen Veranstaltung in unmittelbarer räumlicher Nähe stattfänden, und dürften auch nicht unabhängig davon durchgeführt werden. „Am Ende sind sie ein leeres Versprechen an die Händler, vor allem an die kleinen Betriebe“, resümiert Nagel-Strotmann.

 

Inflation und Heizkosten treffen Kunden und Händler

Schon jetzt führen Inflation, die Teuerung von Lebensmitteln und explodierende Heizkosten zu steigender Armut. „In dieser Situation auf mehr Konsum und weitere Ladenöffnungszeiten zu setzen, ist schon dreist“, so Nagel-Strotmann. Auch für die Geschäfte bedeuten weitere Sonntagsöffnungen höhere Kosten für Energie. Die KAB Deutschlands setzt sich stattdessen für eine nachhaltige Revitalisierung der Innenstädte ein. Dies beinhaltet kurzfristig eine Mietpreisbremse für Ladenlokale für einheimische Einzelhändler sowie die Bereitstellung von Kulturräumen seitens der Kommunen und der Kirchen. Andere Städte in NRW wie Bochum oder Dortmund machen längst vor wie das gehen kann. Sicher freuen sich die dort Verantwortlichen über einen Besuch der Ministerin und ihrer Berater, um eklatante Wissenslücken, die ihr eigenes Bundesland betreffen, zu füllen. „Langfristig muss die Stadtplanung wegkommen von der Aufteilung der Städte in Wohn‑, Gewerbe- und Einkaufsgebiete, die mit der Entwick­lung der autogerechten Innenstädte nach 1945 einhergegangen ist, hin zu Innen­städten, die Begegnungen, Erlebnisse und gemeinsame Aktivitäten der Bevölkerung ermöglichen.“

Mehr Kultur und weniger Konsum ist echt grün!

Auch die Kirche darf sich nicht auf die Öffnung der Gotteshäuser und Gemeinde­zentren nur während der Gottesdienste beschränken. „Kulturelle Angebote und Begegnungsmöglichkeiten müssen auch an Wochen- und Sonntagen weiter ausgebaut werden“, so die KAB. Die KAB-LAG NRW umfasst die KAB-Diözesanverbände Köln, Münster, Essen, Paderborn und Aachen.

Kontakt:

Konrad Nagel-Strotmann

KAB-Vorsitzender der LAG NRW

Büro Paderborn

Am Busdorf 7 33098 Paderborn

02381/9157815 konrad. nagel-strotmann @kab-paderborn.de

 

 

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Schon aber stehen die Feinde des Sonn­tags auf der Matte und nützen jede neue Chance, um die Geister zu verwirren. Deshalb wird die Sonn­tags­al­lianz sich weiter verstärken durch regio­nale Bünd­nisse, durch Aktionen und Kampa­gnen – gerade jetzt im Vorlauf zur Wahl des Bundes­tags im September.

Diskussion um Sonntagsöffnungen auf Twitter

Kaum Zustim­mung, viele Argu­mente dagegen — lesen Sie hier die Reak­tionen auf Twitter zur Forde­rung nach mehr Sonntagsöffnungen

Sonntags-Impuls Mai

Mit ersten Kund­ge­bungen und Aktionen vor den regio­nalen Arbeit­ge­ber­ver­bänden und Streiks beim Online-Giganten Amazon haben Ende April und Anfang Mai die Tarif­ver­hand­lungen im Handel begonnen.

Betriebsseelsorge der Diözese Augsburg startet Podcastreihe zum Thema Sonntag

Mit scharfer Miss­bil­li­gung und Unver­ständnis reagiert der Bundes­präses der Katho­li­schen Arbeit­neh­mer­be­we­gung Deutsch­lands (KAB), Stefan Eirich, auf den Vorstoß des Arbeit­ge­ber­einzel-handels­ver­bands HDE.

Beitrag im Deutschlandfunk: Kulturgut Innenstadt — Wie kommt wieder Leben in die City?

Zum Thema/Bildunterschrift Im Deutschlandfunk wird des Öfteren zu Themen rund um Stadtentwicklung gesendet. Wir empfehlen diesen Sender aus diesem Grunde, da so die kontrovers geführte Diskussion um Sonntagsöffnungen im Rahmen attraktiver Stadtentwicklung eingeordnet…

KAB: Bessere Bezahlung statt mehr Arbeit am Sonntag

Mit scharfer Miss­bil­li­gung und Unver­ständnis reagiert der Bundes­präses der Katho­li­schen Arbeit­neh­mer­be­we­gung Deutsch­lands (KAB), Stefan Eirich, auf den Vorstoß des Arbeit­ge­ber­einzel-handels­ver­bands HDE.

Walter-Borjans: Wochenend-Arbeit einschränken

Der SPD-Vorsit­zende Norbert Walter-Borjans kriti­siert die wach­sende Wochen­end­ar­beit:„… die Erwar­tungen der Konsum­ge­sell­schaft an die Verfüg­bar­keit mensch­li­cher Arbeit rund um die Uhr haben ein Ausmaß ange­nommen, das ein Umdenken drin­gend notwendig macht.“

Hier finden Sie Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei Kirchen, Gewerkschaften und Verbänden.

Wir informieren Sie regelmäßig über Aktionen, Kampagnen und Meinungen zum Thema Sontagsschutz. Hier finden Sie unsere letzten Pressemeldungen sowie weiterführende Materialien zum Download.

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Digitalis bringt den Sonntag um https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/digitalis-bringt-den-sonntag-um/ Mon, 12 Sep 2022 16:11:15 +0000 https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/?p=3654 Bayerische Landesregierung macht Läden dicht

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Foto: Mike Petrucci/Unsplash

 

 

 

Digitale Kleinst-Supermärkte

Innenminister Herrmann stärkt Sonntagsschutz

 

Sonntagsallianz 12.09.2022 - Innenminister Joachim Herrmann hat sich klar gegen die Öffnung von digitalen Kleinstsupermärkten an Sonn- und Feiertagen ausgesprochen. Herrmann anwortete damit auf eine Anfrage des Vorstandes der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Bayern. Der KAB-Landesvorstand hatte den Innenminister per Brief gebeten, Rufen nach einer Ausnahmegenehmigung nicht nachzugeben. Der Sonntag dürfe kein Tag des Konsums werden und keine Sonntagsarbeit durch die Hintertür stattfinden – etwa beim Auffüllen der unbemannten Läden, die an Werktagen 24 Stunden lang für die Kundschaft offenstehen.

Handeln bayerische Gemeinden rechtswidrig?

Mit diesem Schreiben hat nach dem Sozialministerium auch Innenminister Herrmann ein klares Bekenntnis zum Arbeitnehmerschutz abgelegt. Wir freuen uns über diese Stärkung des Sonntagsschutzes durch die bayerische Staatsregierung“, so Peter Ziegler, Landesvorsitzender der KAB Bayern. „Der Innenminister erläutert, dass nach geltendem Recht auch unbemannte Supermärkte an Sonn- und Feiertagen nicht öffnen dürfen und es keine Absicht gibt, Lockerungen vorzunehmen.“ Weiter werde deutlich, dass der Spielraum für Gemeinden, Ausnahmegenehmigungen zu erteilen, eng begrenzt sei. „Bestrebungen wie in den Gemeinden Pettstadt, Parkstein und Altenthann sollten vor diesem Hintergrund sicherlich rechtlich überprüft werden.“

Webauftritt des Bereibers

Wirtschaftliche Interessen eines Supermarktbetreibers oder das bloße Interesse der Bevölkerung, Einkäufe von Waren des alltäglichen Bedarfs auch an Sonn- und Feiertagen erledigen zu können, rechtfertigen für sich allein keine Befreiung“, heißt es in dem von Innenminister Herrmann unterzeichneten Schreiben. Auch Reinigungs- oder Auffüllarbeiten seien unzulässig. Gemeinden könnten aus wichtigen Gründen im Einzelfall nur dann Befreiungen erteilen, wenn „ein gewichtiges und schutzwürdiges öffentliches oder privates Interesse“ eine Abweichung vom Feiertagsgesetz rechtfertige.

Über die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)

Die KAB ist ein kirchlicher Sozial- und Berufsverband mit mehr als 170-jähriger Geschichte. Bundesweit und in internationalen Netzwerken macht sie sich für die Interessen von Arbeitnehmer*innen stark – unabhängig von deren Konfession. In der KAB Deutschlands e.V. sind bundesweit rund 75.000 Mitglieder organisiert. Die KAB Landesarbeitsgemeinschaft Bayern e.V. (KAB Bayern) ist ein Zusammenschluss der sieben bayerischen Diözesanverbände der KAB mit insgesamt rund 25.000 Mitgliedern. Für ein christliches Miteinander in der Arbeitswelt. Mehr Infos unter: www.kab-bayern.de

Pressekontakt KAB Bayern

Peter Ziegler

KAB-Landesvorsitzender

KAB Landesarbeitsgemeinschaft Bayern e.V.

Hofgartenstr. 2

93449 Waldmünchen

Mobil: 0160–978 52 588

Mail: peter.ziegler@kab-bayern.de

Pressekontakt München

Christian Ziegltrum

KAB Diözesanverband München und Freising e.V.

Pettenkoferstr. 8

80336 München

Mobil: 0171–413 32 78

Mail: c.ziegltrum@kab-dvm.de / presse@kab-dvm.de

www.kabdvmuenchen.de

 

 

 

 

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Hokuspokus im Sommerloch https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/hokuspokus-im-sommerloch/ Fri, 19 Aug 2022 13:35:25 +0000 https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/?p=3637 FDP zaubert den Sonntag weg

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Foto: Freestocks/Unsplash

 

 

 

Hokuspokus im Sommerloch

FDP zaubert den Sonntag weg

 

von André Scheer, Ver.di Handel

 

Sonntagsallianz 19.8.22 — Die Dinge sind in Unordnung geraten. Lange lebte der „Exportweltmeister“ Deutschland gut davon, benötigte Rohstoffe zu importieren und zu verbrauchen, ohne sich über deren Herkunft allzu viele Gedanken machen zu müssen. Doch die Folgen der Pandemie, der Krieg in der Ukraine, die Sanktionen des Westens gegen Russland, die Klimakatastrophe und so manches mehr haben dazu geführt, dass Lieferketten unterbrochen, Waren knapp werden. Die Preise explodieren, die Regierung ruft zum Energiesparen auf. Die Menschen machen sich Sorgen, wie sie über den Winter kommen

Wenn die Menschen immer mehr Geld für Strom und Wärme bezahlen müssen und zugleich die Preise für Lebensmittel weiter in die Höhe schießen, ist klar, dass jeder Euro zweimal umgedreht wird. Auf nicht unbedingt notwendige Einkäufe wird dann verzichtet, und der Einzelhandel bekommt das bereits jetzt zu spüren. Der HDE, der Arbeitgeberverband des Einzelhandels, spricht schon bedrohlich von einem „Konsumeinbruch“, weil die Kundinnen und Kunden im Lebensmittelhandel vermehrt zu günstiger Discount-Ware greifen, aber auch den Kauf von Kleidung oder größere Anschaffungen wie Möbel, Elektrogeräte usw. zurückstellen.

Geld ausgeben, dass die Bürger nicht haben

Als Reaktion darauf ist man bei der FDP in der Mottenkiste fündig geworden. Der wirtschaftspolitische Sprecher ihrer Bundestagsfraktion, Reinhard Houben, sagte unlängst dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“, dass dem stationären Einzelhandel „kurzfristig durch mehr verkaufsoffene Sonntage geholfen“ wäre.

Vielleicht ist Herr Houben nebenberuflich Zauberkünstler. Dann könnte er uns vorführen, wie man einen Euro zweimal ausgibt. Hokuspokus und dreimal offener Laden! Wenn die Kundin schon kein Geld für Brot hat, soll sie doch was anderes kaufen — und  zwar am Sonntag.

Einmal Nachhilfe gefällig? Wenn kein Geld da ist, kann man nichts kaufen. Und wer nichts kaufen kann, geht nicht einkaufen. Das Einmaleins der Volkswirtschaft! Will heissen: man geht nicht am Mittwoch um 8 Uhr, nicht am Donnerstag um 22 Uhr und auch nicht am Sonntagnachmittag um 15.00 Uhr —   egal, ob der Laden auf hat oder zu.

Aber das ficht den Herrn Houben nicht an. Der verkaufsoffene Sonntag ist sein Steckenpferd. Schon am 3. März vergangenen Jahres, als 1700 Jahre freier Sonntag gefeiert wurde, verlangte er dessen Abschaffung. Das „Arbeitsverbot an Sonntagen“ sei „Ausdruck einer Lebensrealität, die so nicht mehr existiert“, beahuptet er. Vor nicht allzu langer Zeit waren Kinderabeit und 16-Stunden Tage ohne Urlaub, fehlende soziale Absicherung wie Kranken- und Rentenversicherung auch in Deutschland noch Realität. Hat es der Markt “gerichtet”, dass diese menschenfeindlichen Zustände der Vergangenheit angehören?  Heute kommen die Neoliberalen in der Krise wieder mit Uralt-Forderungen daher — die Verkäuferin/der Verkäufer und ihre Familien haben auf die Abschaffung der Frei- und Familienzeit nur gewartet!

Sparen wir Energie – der Sonntag bleibt frei!

Unter den Beschäftigten wird in eine ganz andere, nachhaltigere und fortschrittliche Idee diskutiert: Wenn wir Energie sparen wollen, dann sparen wir uns doch die extrem langen Öffnungszeiten — schließen wir die Geschäfte doch nicht erst um 22 oder 23 Uhr, sondern wie früher schon zum Beispiel um 18.30 Uhr. Dann könnte die grelle Leuchtreklame abgeschaltet, die Klimaanlage runtergedreht, die Heizung abgestellt, das Licht ausgeknipst werden. Das wäre eine echte Entlastung für Unternehmen und Beschäftigte.

 

 

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Städte müssen Regeln einhalten https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/staedte-muessen-regeln-einhalten/ Thu, 07 Jul 2022 11:53:57 +0000 https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/?p=3617 Kein Sonntagsverkauf in Frankurt-Sachsenhausen

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Foto: VG Frankfurt

 

 

 

Städte müssen Regeln einhalten

Kein verkaufsoffener Sonntag in Frankfurt-Sachsenhausen

 

Sonntagsallianz 07.07 22 — Die 7.Kammer des Verwaltungsgerichts in Frankfurt am Main hat mit heutigem Beschluss einem Eilantrag der Gewerkschaft ver.di im Auftrag der Sonntagsallianz stattgegeben und damit die Ladenöffnung anlässlich des am Sonntag, den 10.07.2022 stattfindenden Straßenfestes in der Schweizer Straße und deren Umgebung in Frankfurt am Main verboten.

Mit Allgemeinverfügung der Stadt Frankfurt am Main vom 24.06.2022, die am 05.07.2022 im Amtsblatt Nr. 27 der Stadt bekanntgemacht wurde, hatte die Stadt zunächst erlaubt, dass die Verkaufsstellen in der Schweizer Straße und deren Umgebung in dem Zeitraum von 13 bis 19 Uhr öffnen dürfen. Hiergegen hat sich die Gewerkschaft ver.di mit Eilantrag vom 06.07.2022 gewandt. Mit dem heute verkündeten Beschluss hat das Gericht dem Antrag von ver.di stattgegeben.

Städte kennen Regularien für Sonntagsöffnung nicht

Zur Begründung führt das Gericht aus, dass sich die Allgemeinverfügung als offensichtlich rechtswidrig erweise, weil ihre öffentliche Bekanntgabe nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Frist nach dem Hessischen Ladenöffnungsgesetz erfolgt sei. Dieses schreibe vor, dass die Freigabeentscheidung und ihre Begründung drei Monate vor der beabsichtigten Öffnung der Ladengeschäfte erfolgen müsse. Diese Frist werde mit der Veröffentlichung im Amtsblatt der Stadt Frankfurt am Main vom 05.07.2022 nicht gewahrt. Die antragstellende Gewerkschaft werde durch die Nichteinhaltung der Frist in ihren Rechten aus Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz verletzt. Bei der 3‑Monats-Frist handele es sich um eine essentielle Verfahrensvorschrift, die zwingend einzuhalten sei.

Az: 7 L 1754/22

 

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Der Juli-Impuls: “Zeit zum Durschnaufen” https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/der-juli-impuls-zeit-zum-durschnaufen/ Fri, 01 Jul 2022 09:55:11 +0000 https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/?p=3607 von Betriebsseelsorger Erwin Helmer, Augsburg

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Foto: Freestocks / Unsplash

 

Der Juli-Impuls

Zeit zum Durchschnaufen! Urlaub Ferien und Sonntagsruhe

Von Betriebsseelsorger Erwin Helmer, Augsburg

Urlaub, Sommer, Sonne, baden, wandern, abschalten, feiern, genießen! Wie haben wir uns danach gesehnt, dies alles wieder einmal ohne Maske genießen zu können. Jetzt scheint wieder alles möglich. Und ich freu mich darauf.

Ja, die Zeit der Pandemie hatte viele von uns fest im Griff. So isoliert waren wir schon lange nicht mehr. So auf uns selbst zurückgeworfen, so depressiv und so verwirrt auch nicht. So gespalten und in „Blasen“ gefangen auch nicht. Ich höre, dass psychische Auffälligkeiten und depressive Phasen bei Kindern und Jugendlichen um 20 bis 30 Prozent zugenommen haben. Ich erfahre, dass viele Menschen in der Coronazeit total vereinsamt sind. Und ich empfinde, dass die Menschen insgesamt aggressiver geworden sind. Vielleicht mitverursacht durch Vereinsamung, Hass im Internet und sensationsgierige Medien. Wie gut tut es da, endlich einmal wieder durch zu schnaufen, durch zu atmen, abzuhängen und zu sich zu finden. Gott sei Dank besitzen wir noch einige Zeiten, die uns gehören. An denen wir frei sind und frei haben. An denen auch die anderen frei sind und frei haben. In der Urlaubszeit jedenfalls haben die meisten Menschen diese Freude. Vor allem die geplagten Schülerinnen und Schüler.

Sonntag – der Tag zum Durchschnaufen

Ein paar Wochen Urlaub im Jahr ist wunderbar, aber es wäre zu wenig für die menschliche Seele, für körperliches und geistiges Wohlbefinden. Deshalb gibt es jede Woche einen Tag, der uns durchschnaufen lässt — den Sonntag! Wer ihn auch eingeführt hat, es muss ein sehr kluger Kopf gewesen sein. Dem es klar war, dass der Mensch schöne, gemeinsame Pausen braucht. Pausen zum Abschalten, den Kopf frei zu bekommen, die Sinne zu schärfen, zu entspannen und zu regenieren.

Ein Blick in die Geschichte zeigt uns die Entwicklung an, die bis zum heutigen Sonntag geführt hat. Schon vor 5 000 Jahren hatten die Menschen im Gebiet des heutigen Irak bereits einen 7‑Tage-Rhythmus und eine 7‑Tage-Woche. Die Israeliten feierten vor 3 300 Jahren die gelungene Flucht vor dem ägyptischen Diktator und Pharao. Der „Sabbat“, der „Aufhörtag“, war geboren, als Befreiungsfest von Fronarbeit und Ausbeutung. Denn Gott (Jahwe) greift in die Geschichte ein und rettet das Volk Israel aus Knechtschaft und Sklaverei. Vor gut 2 000 Jahren begannen die Christen den Tag nach dem Sabbat als ihren Tag zu feiern, den Tag der Auferstehung Jesu Christi – den „Herrentag“, die „Domenica“. Vor genau 1 701 Jahren wurde der „dies solis“ im Römischen Reich zum arbeitsfreien, „staatlich“ geschützten Feiertag. Und heute? Heute wollen ihn geldgierige, kulturlose, menschenfeindliche, gesundheitsschädigende, egoistische, profitorientierte, demokratiefeindliche Kräfte wieder abschaffen. Lassen wir uns diesen besonderen Tag nicht nehmen. Den Tag zum Durchschnaufen, den Tag zum Entspannen und Genießen!

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Sachsen-Anhalt will mehr Sonntagsverkauf https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/sachsen-anhalt-will-mehr-sonntagsverkauf/ Mon, 27 Jun 2022 10:09:12 +0000 https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/?p=3587 Aushebelung höchstrichterlicher Urteile

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Foto: Landtag Sachsen-Anhalt/Kühne

 

 

 

Sachsen-Anhalt will mehr Sonntagsverkauf

Aushebelung höchstrichterlicher Urteile

Der Gesetzentwurf kommt harmlos daher — hat es aber in sich: Der Sonntag soll erhalten werden, gleichwohl.….

Mit einem aktuell von der Landesregierung vorgelegten Gesetzentwurf „soll ein weiterer Schritt zur Fortentwicklung des Ladenöffnungszeitenrechts in Sachsen-Anhalt gesetzt werden. Das Ladenöffnungszeitengesetz soll neben vornehmlich redaktionellen Änderungen hinsichtlich der Zulässigkeit von Verkaufsstellenöffnungen an Sonn- und Feiertagen präzisiert werden. Zudem soll ein neuer Sachgrund für Öffnungen von Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen geschaffen werden. Der Sonntag als Tag der Arbeitsruhe und als Zeit zum Innehalten soll dabei aber nicht zur Disposition gestellt werden,“ so steht es im vom Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt vorgelegten Entwurf.

Mehr Sonntagsverkauf geht nicht ohne Sonntags-Ausverkauf

Während die zur Stellungnahme aufgefordeten Wirtschaftsverbände den Entwurf begrüßen, lehnen Sozialverbände, Kirchen und Gewerkschaften den Vorstoß ab. So sollen neben der Schaffung zusätzlicher Sachgründe für Ladenöffnungen der sogenannte „Anlaßbezug“ konkretisiert: sprich: aufgeweicht werden.

Die Gewerkschaften (DGB und ver.di), die Kirchen (EKM und das Katholische Büro Sachsen-Anhalt) und der Landesfrauenrat fordern eine möglichst restriktive Fassung des § 7 LÖffZeitG LSA a, dagegen u.a. der Handelsverband Sachsen-Anhalt und die LAG IHKen ST für eine möglichst liberale Fassung. Die Gewerkschaften (DGB und ver.di) und der Landesfrauenrat vertreten die Auffassung, dass für Verkaufsstellenöffnungen im Rahmen des Anwendungsbereiches des § 7 LÖffZeitG LSA ein „besonderer Anlass“ gegeben sein müsse. Das Bestehen eines „öffentlichen Interesses“ könne Verkaufsstellenöffnungen nicht rechtfertigen. Diese Auffassung wird vom EKM geteilt. Auch das Katholische Büro Sachsen-Anhalt hält neben dem Sachgrund des „besonderen Anlasses“ keinen weiteren Sachgrund für Verkaufsstellenöffnungen für erforderlich. Die Kirchen (EKM und Katholisches Büro Sachsen-Anhalt), die Gewerkschaften (DGB und ver.di) und der Landesfrauenrat lehnen daher die im Gesetzentwurf vorgesehene Schaffung des zusätzlichen Sachgrundes „Bestehen eines öffentlichen Interesses an der Belebung der Gemeinde oder eines Ortsteils oder an der überörtlichen Sichtbarkeit der Gemeinde“ ab.

Affront gegen das BVerfG-Urteil zum Anlaßbezug

Die Wirtschaftsverbände vertreten hingegen die Auffassung, dass es in erster Linie darum gehen müsse, eine Lockerung der Nachweispflichten für die zu erwartenden Besucherströme zur betreffenden Veranstaltung einerseits und zu den Verkaufsstellen andererseits wegen des hohen Aufwandes bei der Ermittlung der betreffenden Daten vorzunehmen. Nach Auffassung des Handelsverbandes Sachsen-Anhalt und der IHK bedarf es einer Regelung, wonach Verkaufsstellenöffnungen auch möglich sind, ohne dass die Erstellung von Prognosen über Besucherströme erforderlich ist. Der im Gesetzentwurf vorgesehene neue Sachgrund des öffentlichen Interesses an der Belebung der Gemeinde oder eines Ortsteils oder an der überörtlichen Sichtbarkeit der Gemeinde wird vom SGSA, vom Handelsverband Sachsen-Anhalt und von der LAG IHKen ST dem Grunde nach befürwortet, die im Ge-setzentwurf enthaltene Definition des öffentlichen Interesses hingegen abgelehnt. Zudem sollten nach Auffassung der LAG IHKen ST Erlaubnisse für die Öffnung von Verkaufsstellen in bestimmten Ortsteilen nicht auf andere Ortsteile anrechenbar sein.

Der Gesetzentwurf wurde zwischenzeitlich in den Auschuss für Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus (federführend) sowie in die Ausschüsse für Inneres und Sport und für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (mitberatend) überwiesen.

Arbeitsfreier Sonntag  ist auch süß

Bild: Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt Gesetzentwurf zur Sonntagsöffnung

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