Material und Medien für den Sonntagsschutz

Wir zeigen bieten Ihnen eine kleine Auswahl verschiedener Materialien rund um den Sonntagsschutz an. Die Materialien wurden zumeist von den unterschiedlichen Länderallianzen bzw. ihren Trägern erstellt und stehen Ihnen hier zum kostenfreien Download zur Verfügung. Unten finden Sie unsere FAQs. Ihnen fehlt etwas oder Sie haben Anregungen? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Zur Vorbereitung für viele Gottesdienste und Aktionen rund um den 3. März 2021 stellen wir Ihnen hier gerne unsere Materalien, die wir spezielle für diesen Anlass gestaltet haben, zur Verfügung.

Gottesdienstbausteine (print)

Gottes­dienst­bau­steine (print)

Gottesdienstbausteine (web)

Gottes­dienst­bau­steine (web)

Gottesdienstbausteine (doc)

Gottes­dienst­bau­steine (doc)

Logos

Logos

Einladung Jubiläumsfeier

Einla­dung und Programm

Aufruf zum freien Sontag

Unser Aufruf zum freien Sonntag

Logos Kaffeetasse bunt

Logos Kaffee­tasse (5 Farben)- (zip, 3,5 MB)

Logo

Logo Kaffee­tasse rot

Information, Broschüren (inkl. Bausteine für Gottesdienste)

10 Gründe für einen freien Sonntag

Kurz und knapp finden Sie hier die Top 10 der Gründe für einen freien Sonntag, Veröf­fent­licht von der regio­nalen Allianz für den freien Sonntag Rhein/Main (pdf / 5,3 MB)

Material zum Sonntagsschutz

Umfas­sender: Die Broschüre der Sonn­tags­al­lianz anläss­lich des Geburts­tages des Sonn­tags­schutzes am 03.März. Die Broschüre ist aus dem Jahr 2013 — aber immer noch aktuell und rele­vant. Mit Gottes­dienst­bau­steinen (pdf / 3,1 MB)

Flyer: Ziele der Sonntagsallianz

im Flyer finden Sie unsere kurz und gebün­delt die Ziele der Sonn­tags­al­li­anzen. (pdf / 349 KB)

Sonntagsschutz und Arbeitswelt

Die von ver.di koor­di­nierte Broschüre der Allianz “Unruhig werden, um die Ruhe zu bewahren”  von 2009 legt den Schwer­punkt auf arbeits­recht­liche und-welt­liche Aspekt des Sonn­tags­schutzes (zip / 5,1 MB)

10 Gründe für einen freien Sonntag

Aus dem Jahr 2017 stammt diese infor­ma­tive Broschüre im Rahmen einer bayri­schen Peti­ti­ons­kam­pagne geggen geplante Sonn­tags­öff­nungen mit Beiträgen des Bundes­ver­fas­sungs­ge­richts­prä­si­denten a.D. Hans-Jürgen Papier und von RA Fried­rich Kühn. (pdf / 607 KB)

Und was ist dein Sonn­tags­ge­fühl? Ein Film des KDA Nordkifche

So sieht mein freier Sonntag aus  — ein Film der Sonn­tags­al­lianz Augsburg 

Plakate, Flyer, Postkarten

Adventspostkarte

Zeitlos richtig: Unsere Post­karte erin­nert an die wich­tige Zeit vor Weih­nachten, an denen Geschäfte geschlossen sein müssen, um Ange­stellten im Einzel­handel eine Advents­zeit jenseits der Arbeit zu ermög­li­chen. (pdf/ 1,4 MB)

Plakat

Hier finden Sie ein Plakat mit vielen guten Gründen aus vielen guten Perspek­tiven — für den freien Sonntag. Von der Landes­al­lianz Bayern (pdf/ 41 KB)

Postkarte

Zum evan­ge­li­schen Kirchentag haben wir eine Post­karte entwi­ckelt, mit der freie Sonn­tags­zeit verschenkt werden kann. Nutzen Sie sie gerne und grüßen von uns! (pdf/234 KB)

Liegestuhlmotive zum Sonntagsschutz

Bei vielen unserer Aktionen setzen wir die beliebten Sonn­tags — Klapp­lie­ge­stühle ein — hier können Sie sich die Motive ansehen.

FAQs

Hat der Schutz des Sonntags noch Zukunft?
Der Artikel 140 unseres Grund­ge­setzes sagt mit klaren Worten: „Sonn- und Feier­tage bleiben als Tage der Arbeits­ruhe und der seeli­schen Erhe­bung gesetz­lich geschützt.“ 

Dieses Grund­recht hilft unsrer Sonn­tags­al­lianz in vielen Urteilen, die das Bundes­ver­fas­sungs­ge­richt und das Bundes­ver­wal­tungs­ge­richt in den vergan­genen Jahren zugunsten des Sonn­tags­schutz getroffen haben. Mit der Folge, dass wir die meisten Gerichts­pro­zesse gegen verkaufs­of­fene Sonn­tage gewinnen. Auch die Laden­schluss­ge­setze der Bundes­länder, das Arbeits­zeit­ge­setz und weitere Gesetze schützen die Beschäf­tigten und ihre Fami­lien vor Sonntagsarbeit.

Warum der Sonntag Zukunft hat

Gerade in den letzten Jahren verzeichnen wir in Deutsch­land eine leichte Zunahme der Sonn­tags­ar­beit und immer neue Versuche wirt­schafts­li­be­raler Kreise (HDE, FDP etc.), rund um die Uhr verkaufen und produ­zieren zu können. Ande­rer­seits spüren viele Menschen, dass der Sonntag und die Produk­ti­ons­pausen die eigent­lich krea­tiven Kräfte in unserem Leben sind. „Ohne Sonntag gibt es nur Werk­tage“, sagen die Kirchen und stehen ein für das Recht auf Erho­lung und Entschleunigung.

Die Gewerk­schaften und Betriebs­räte kümmern sich um den Schutz der Arbeitnehmer/innen und kämpfen für gemeinsam freie Zeiten an Werk­tagen und Sonn­tagen. Sie alle wissen: der Sonntag hat große Bedeu­tung für unser Zusam­men­leben, für unsere Gesund­heit und für unsere Zukunft.

Sonntag – der Tag der Gemeinschaft

Kein anderer Tag der Woche ist so bedeu­tend für uns wie der Sonntag.  Er ermög­licht in unserer Kultur als GEMEINSAM FREIER TAG für die meisten Menschen das Erlebnis von Gemein­schaft und Zusam­men­ge­hö­rig­keit, das Feiern von Festen, Jubi­läen und Feier­tagen, die Begeg­nung und das leben­dige Gemein­schafts­leben vieler Menschen. Es kann für eine Familie sehr belas­tend sein, wenn der Vater am Dienstag und Mitt­woch frei hat, die Mutter am Donnerstag und Freitag und die Kinder am Samstag und Sonntag. Wenn dann wenigs­tens der Sonntag für alle frei wäre. Aber so ist „fami­li­en­leben“ klein geschrieben.

Sonntag ist in beson­derer Weise der Tag der Familie, der Tag der Gemein­schaft, der Tag des Gemein­wohls, der Tag der Solidarität.

Sonntag – der Tag der Nachhaltigkeit

Wenn es einen Tag geben sollte, der ganz beson­ders der Bewah­rung der Schöp­fung gewidmet sein soll, so kann das nur der arbeits­freie Sonntag sein. Ein genialer Tag, denn er verkör­pert viele Aspekte der Nach­hal­tig­keit wie Umwelt­schutz, Natur­er­leben, Staunen über die Schöp­fung, Gelas­sen­heit und Ruhe, Ganz­heit und Univer­sa­lität, Sinnsuche.

Sonntag – der Tag der Entschleunigung

Als Tag der Ruhe und Besin­nung ermög­licht der Sonntag viel leichter als die anderen Tage in der Woche, vom Stress abzu­schalten, zu rege­ne­rieren, sich zu entspannen und zu entschleu­nigen, zu sich finden, Kraft schöpfen und neue Orien­tie­rung zu finden. Die stän­dige Beschleu­ni­gung des Lebens findet im freien Sonntag seine natür­liche Grenze.

Sonntag – der Tag der Heilung der Beziehungen

Der Sonntag kann buch­stäb­lich die oft kranke und krank machende Hetze des Alltags wieder heilen und ins Lot bringen. Er kuriert als Tag der „Heilung der Bezie­hungen“ die Bezie­hung der Menschen zu einander, die Bezie­hung der Menschen zu sich selbst und die Bezie­hung zu Gott, sagt Papst Franziskus.

Für eine erneu­erte Sonntagskultur

An unserem Sonn­tags­ver­halten können die Menschen ablesen, wie wir zu ihm stehen. Wir sollten alles ablegen, was „werk­täg­li­chen Charakter“ hat und ihn in Gemein­schaft feiern. Das drückt sich nicht zuletzt im mutigen und entschie­denen poli­ti­schen Einsatz für den Schutz des Sonn­tags aus.

Wie ist der Sonntag entstanden?
Der Sonntag war nicht immer “Sonntag”, so wie wir ihn heute haben.   Er nimmt seinen Anfang mit der Sieben-Tage-Woche, die schon vor 5000 Jahren im Vorderen Orient begangen wurde. Eine alte Namens­ge­bung und Reihen­folge der Wochen­tage stammt aus Baby­lo­nien und Ägypten, wo bereits im Alten Reich (3. Jahr­tau­send vor Christus) der Monat in die vier Mond­phasen einge­teilt und, damit verbunden, reli­giöse Opfer darge­bracht wurden (Wiki­pedia 11–2020).

Der Vorgänger des Sonn­tags — der jüdi­sche Sabbat

Um das Jahr 1300 vor Christus, wohl zur Zeit von Pharao Ramses II, beschreibt die Bibel das entschei­dende Ereignis des jüdi­schen Glau­bens. Gott JAHWE spricht zu Mose: „Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. Ich kenne sein Leid. Ich bin herab­ge­stiegen, um es der Hand der Ägypter zu entreißen.“ (Exodus 3,7–8). Gott JAHWE selbst befreit sein Volk Israel von Fron­ar­beit, Knecht­schaft und Unter­drü­ckung und trotz der Über­macht des mäch­tigen Pharao gelingt die Flucht. Daraufhin feiert Israel in der Wüste auf dem Weg ins Gelobte Land das große Fest der Väter, den Sabbat des HERRN, als ewiges Fest der Befreiung. Das hebräi­sche Wort „schab­bath“ bedeutet aufhören, Sabbat also: der Aufhörtag, der Tag der Unter­bre­chung, der Tag der Befreiung von Skla­verei, Fron­ar­beit und Fremdherrschaft.

Vom Sabbat zum Sonntag

1300 Jahre später feiert Jesus Christus, der selbst durch und durch Jude war, vor seinem Kreu­zestod das jähr­liche Gedenk­fest des Auszugs aus Ägypten, das Pascha­fest der Juden, gemeinsam mit seinen engsten Vertrauten. Der Sohn Gottes gibt sein Leben hin für die Schuld und Sünde der Welt und befreit die Mensch­heit von der Macht des Todes und den Über­griffen des Bösen. Der aufer­stan­dene Christus befreit universal und wird so zum Erlöser und Befreier der Welt. Der Tag der Aufer­ste­hung Jesu ist der Tag nach dem Sabbat, er kris­tal­li­siert sich als „Herrentag“ (Dome­nica) und später als Sonntag (dies solis) heraus, an dem das „Brot­bre­chen“ statt­findet und das Herren­mahl gefeiert wird. So verkör­pert der Sonntag die Bedeu­tung dieses Tages als Tag der univer­salen Befreiung des Menschen, der Frei­heit von ausbeu­te­ri­scher Arbeit in der gemein­samen Feier und Verge­gen­wär­ti­gung Jesu Christi im eucha­ris­ti­schen Mahl.

Sonn­tags­got­tes­dienst verboten!

Der Sonntag war zur Zeit der Urkirche weder arbeits­freier Tag noch Festtag, noch der Tag der Christen. Im Gegen­teil, es war den Christen unmög­lich in Ruhe und ohne Arbeits­pflicht den Tag nach dem Sabbat, den Aufer­ste­hungstag, zu feiern. Aus dem 3.Jahrhundert nach Christus, während der Chris­ten­ver­fol­gung unter Kaiser Diokle­tian, wird von dem Glau­bens­zeugnis einer Christin berichtet. Vor dem Verfol­gungs­ge­richt bekannte sie sich zum Sonn­tags­got­tes­dienst: “Jawohl, ich bin zur Versamm­lung gegangen und habe des Mahl des Herrn mit den Brüdern geteilt, weil ich Christin bin.” Für dieses klare Bekenntnis musste sie den Märty­rertod sterben, wie tausende ihrer Glau­bens­ge­schwister. Weil sie Christin war, konnte sie nicht anders.

Das erste Gesetz zum Schutz des arbeits­freien Sonntags

Erst am 3.März des Jahres 321 nach Christus wurde unter Kaiser Konstantin I. für das römi­sche Welt­reich der Sonntag endlich zum „Staats­fei­ertag“. Im Erlass des Kaisers hieß es: “Alle Richter, Stadt­leute und Gewer­be­trei­benden sollen am vereh­rungs­wür­digen Tag der Sonne ruhen.” Seither ist der Sonntag in den meisten christ­lich geprägten Ländern der wöchent­lich wieder­keh­rende Feiertag.