Wie kommt Besin­nung in´s Leben?

Foto: Max Beck / Unsplash

 

 

Ein seltsamer Tag

 Warum der “Heilige Abend” weder Arbeits- noch Feiertag ist

Der Sinn “Stiller Tage”

Morgens und mittags noch arbeiten, einkaufen, putzen und anrichten. Abends dann Besin­nung auf Knopf­druck. Wie kann das nur funktionieren?

Neben den Feier­tagen schreiben die Feier­tags­ge­setze der einzelnen Länder „Stille Tage“ oder „stille Feier­tage“ vor. Die Rege­lungen stammen noch aus der Weimarer Repu­blik. Als “Stille Tage” werden bestimmte Gedenk-Tage bezeichnet, für die beson­dere Einschrän­kungen gelten, wie z.B das Tanz­verbot am Karfreitag. Die Liste der “Stillen Tage” sowie die jewei­ligen Einschrän­kungen unter­scheiden sich dabei je nach Bundes­land. Neben dem Heiligen Abend zählen zu den “Stillen Tagen”: 

Ascher­mitt­woch

Grün­don­nerstag

Karfreitag 

Karsamstag

Oster­sonntag

Pfingstsonntag

Allerheiligen

Aller­seelen

Volks­trau­ertag

Buß- und Bettag 

Toten­sonntag

Der Schutz christ­li­cher Feier­tage stößt aber auch immer wieder auf Kritik. Er sei ein Privileg der Kirchen, mit der Tren­nung von Staat und Kirche nicht zu verein­baren und gehört abge­schafft. Dabei wird aller­dings nicht berück­sich­tigt, dass auch der Volks­trau­ertag, der 1. Mai und der Tag der Deut­schen Einheit stille Feier­tage sind. Wer daher deren Schutz in Zweifel zieht, müsste dann auch bereit sein, an diesen Tagen zu arbeiten.

Hinzu kommt: der Schutz von Sonn- und Feier­tags­ruhe bietet eine Erho­lungs-Pause von der Erwerbs­ar­beit.  Sonn‑, Feier- und Stille Tage geben dem Jahr Struktur und die Möglich­keit, zur “Besin­nung” zu kommen — ganz egal, ob gläubig oder nicht.

 

 

 

 

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