Stefan Eirich

Bundes­präses der Katho­li­schen Arbeit­neh­mer­be­we­gung Deutsch­lands (KAB)

KAB: Bessere Bezahlung statt mehr Arbeit am Sonntag 

07.04.2020 — Mit scharfer Missbilligung und Unverständnis reagiert der Bundespräses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung Deutschlands (KAB), Stefan Eirich, auf den Vorstoß des Arbeitgebereinzel-handelsverbands HDE.

Dessen Haupt­ge­schäfts­führer Stefan Genth fordert für die Zukunft die gene­relle Möglich­keit einer Sonn­tags­öff­nung für Läden und Geschäfte, um massen­haft Insol­venzen nach der Coro­na­krise abzu­wenden. Dies steht im direkten Wider­spruch zur Mittei­lung der großen Discounter und Lebens­mittel-Konzerne, die noch vor wenigen Tagen zusätz­li­chen Laden­öff­nungen an Sonn­tagen eine klare Absage erteilt haben. Nun nutze der HDE die Krise als Platt­form, so Eirich, für einen weiteren Gene­ral­an­griff auf den Sonntag und damit auf unsere Verfas­sung und unsere Kultur.

Die KAB weist darauf hin, dass die Betrof­fenen dieses Vorstoßes die Ange­stellten im Einzel­handel sein werden. Also genau ein Gutteil jener Beschäf­tigten, die während der laufenden Krise in den soge­nannten system­re­le­vanten Bran­chen massiven Mehr­be­las­tungen und gesund­heit­li­chen Gefähr­dungen ausge­setzt sind. “Die rich­tige Antwort auf deren bewun­derns­werte Leis­tung kann nur eine dauer­haft faire Bezah­lung, in keinem Fall aber der Wegfall des einzigen Erho­lungs­tages sein.”

Kritik an Landesregierungen 

aUnver­ständnis äußert der KAB-Bundes­präses auch über die Landes­re­gie­rungen von Baden-Würt­tem­berg und Bayern, die Öffnungen von soge­nannten lebens­not­wen­digen Läden an Sonn­tagen und gar an den höchsten christ­li­chen und jüdi­schen Feier­tagen erwägen. “Es gibt keine Krise bei der Versor­gung der Bevöl­ke­rung mit Lebens­mit­teln. Mit einer weiteren Locke­rung der Laden­öff­nungs­zeiten belastet die Politik einmal mehr die Beschäf­tigten anstatt ihnen den grund­ge­setz­li­chen Schutz der Arbeits­ruhe zu garan­tieren”, betont KAB-Bundes­präses Eirich. Die KAB unter­stützt den Boykott-Aufruf von ver.di-Baden-Württemberg nicht am Oster­montag einzu­kaufen. 

Die Katho­li­sche Arbeit­nehmer-Bewe­gung (KAB) ist ein Sozi­al­ver­band in Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz, der seine Wurzeln in der christ­li­chen Arbei­ter­be­we­gung des 19. Jahr­hun­derts hat. Sie entstand in Deutsch­land aus dem Zusam­men­schluss von Arbei­ter­ver­einen durch Unter­stüt­zung des Mainzer Bischofs Wilhelm Emma­nuel von Ketteler. Die KAB ist Teil der Welt­be­we­gung Christ­li­cher Arbeiter (WBCA) und steht in der Tradi­tion der katho­li­schen Arbei­ter­ver­eine des 19. Jahr­hun­derts. (wikipedia.org)

 

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