CSU will Sonntagsschutz kippen

Herr Söder, was soll das?! Foto: Josef A. Preiselbauer / Pixabay

Herr Söder, was soll das?! Foto: Josef A. Prei­sel­bauer / Pixabay

 

Die CSU hat bislang stets behauptet, am Schutz gegen die Ausbrei­tung verkaufs­of­fener Sonn­tage und damit am Sonn­tags­schutz gene­rell nicht rütteln zu wollen. „Diese Haltung gibt die CSU nun in ihrem Wahl­pro­gramm zur Bundes­tags­wahl im September glatt auf. Ganz nach dem Motto: Was schert mich mein Geschwätz von gestern“, kriti­sierte die Landes­be­zirks­lei­terin von ver.di Bayern, Luise Klemens.

In ihrem Wahl­pro­gramm zur Bundes­tags­wahl plädiert nämlich nun auch die CSU für den Wegfall des Anlass­be­zugs. Im Wahl­pro­gramm der CSU heißt es dazu: „Wir wollen gene­rell vier verkaufs­of­fene Sonn­tage je Jahr ermög­li­chen. Sie sollen künftig nicht mehr von Märkten, Messen und Veran­stal­tungen abhängig sein.“

Damit würde nicht nur die Anzahl der verkaufs­of­fenen Sonn­tage in die Höhe schnellen, sondern es würden auch die Ausdeh­nungen deut­lich zunehmen. „In Bayern so tun, als stünde man hinter dem Schutz des Sonn­tags, aber an einer gegen­tei­ligen Bundes­ge­setz­ge­bung schrauben, ist einfach nur schein­heilig“, so Luise Klemens. In Gesprä­chen hatte die Staats­re­gie­rung solche Pläne nämlich bisher immer abge­stritten und sogar behauptet, hier klar auf der Seite der Sonn­tags­al­lianz (einem Bündnis aus Gewerk­schaft und den Arbeit­neh­mer­or­ga­ni­sa­tionen der Kirchen) zu stehen.

ver.di Bayern werde jeden­falls zusammen mit den anderen Bünd­nis­part­nern aus der Sonn­tags­al­lianz gegen diese Planungen mobi­li­sieren. „Und wir werden auch nicht zulassen, dass solche Atta­cken auf unsere Arbeits­welt und Gesell­schaft unter dem Deck­mantel der Dere­gu­lie­rung zur vermeint­li­chen wirt­schaft­li­chen Corona-Bewäl­ti­gung geritten werden“, betonte Klemens.

 

 

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